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Seit über 20 Jahren: „Handyverbot am Steuer“

Gerhard Veits | 23. Juni 2020 | Recht

… aber – Ablenkung nach wie vor häufigste Unfallursache

Im Juli 1999 trat das Handyverbot am Steuer in Kraft und trotzdem sind 38 Prozent aller Unfälle auf Österreichs Straßen noch immer auf Ablenkung oder Unachtsamkeit zurückzuführen. Feststeht, dass weiterhin viele Verkehrsteilnehmer das Risiko unterschätzen, das durch die Ablenkung wegen eines kurzen Blicks auf das Smartphone entsteht.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV)  hat hierzu einige Fakten zusammengetragen: Das Tippen einer Textnachricht dauert ca. 5 Sekunden. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h werden somit pro Textnachricht etwa 70 Meter im Blindflug zurückgelegt. Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung erhöht das Unfallrisiko um das Fünffache, durch das Schreiben von Textnachrichten sogar um das 23-fache. Dabei gilt dieses Risiko natürlich nicht nur für Autolenker! Auch bei Unfällen, die von Radfahrern verursacht werden, ist Ablenkung die Unfallursache Nummer 1.

Auch das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung garantiert nicht automatisch Straffreiheit. Wer abgelenkt ist und dadurch Fehler macht, kann rechtlich zur Verantwortung gezogen werden, so publiziert der ÖAMTC auf seiner Homepage. Nach dem Gesetz sind nämlich alle Nebentätigkeiten am Steuer verboten, die den Lenker in seiner Aufmerksamkeit beeinträchtigen.

Interaktive Aufklärung
Um das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer für die verschiedenen Gefahren zu schärfen bietet das KFV unter www.kfv.at/bildung-training/tools-tests/ interaktive Tools an, mit denen unterschiedlichste Gefahren und Risiken virtuell erlebt werden können. Mit dem Blindflugrechner können Interessierte beispielsweise testen, wie viele Meter sie während dem Tippen einer Whats-App-Nachricht zurücklegen. Das Tool „abgelenkt.at“ bietet die Möglichkeit, die Folgen und Risiken von Ablenkung im Straßenverkehr virtuell anhand von Filmen zu erleben.

www.abgelenkt.at
zeigt, welche Folgen Ablenkung im Straßenverkehr haben kann. Und zeigt auch, dass Sicherheit das Ergebnis bewusster Entscheidungen ist: Konzentriere ich mich auf das Verkehrsgeschehen oder riskiere ich einige Meter im Blindflug?