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Flugdrohnen: Wer darf was?

air&more | 24. Juni 2019 | Recht

Flugdrohnen: Wer darf was?

Flugdrohnen begeistern nicht nur Jung und Alt, sie  stellen auch das Versicherungswesen vor immer neue Herausforderungen. Denn was genau ist nun ein „unbemanntes Luftfahrzeug“ (uLFZ), was ein „Flugmodell“ und was gilt noch als Spielzeug? Wie kann meine Drohne bei der Austro Control bewilligt werden, wann unterliege ich dem Luftfahrtgesetz (LFG) und wo darf ich mit meinem UAV (Unmanned Aircraft Vehicle) überhaupt fliegen? Fragezeichen über Fragezeichen, die nicht nur Ihre Kunden bewegen sondern auch bei uns tagtäglich zu immer neuen Anfragen führen.

Wir, die AIR&MORE OG aus Tirol haben uns auf dieses Feld spezialisiert und gehören zu den führenden Anbietern in Sachen Drohnenversicherungen hierzulande. Tausende Kundentelefonate, ausgedehnte Recherchen und unzählige Gespräche mit Herstellern und Händlern haben uns dabei geholfen, Expertisen in diesem Feld aufzubauen. Ein Fachwissen, welches wir seit 2017 auch als offizieller Partner des ÖAMTC über dessen Drohnen Sicherheitsoffensive nach außen tragen. Dies und nicht zuletzt auch der ständige Austausch mit der zuständigen Luftfahrtbehörde (Austro Control) machen es uns nun auch möglich, unser gesammeltes Wissen über das leider noch grassierende Un-Wissen zur Verfügung zu stellen. Schließlich steht nicht nur der Ruf einer boomenden Branche auf dem Spiel, sondern auch die Sicherheit von Menschen. Dabei soll diese Sammlung gängiger Drohnen-Irrtümer nicht nur helfen, schmerzhafte Bußgelder zu vermeiden, sondern auch potentiellen Katastrophen vorzubeugen.

Die häufigsten Drohnen Irrtümer … die ganz schön teuer werden können:

■   Meine Drohne ist nur ein Spielzeug für meinen Sohn, wir fliegen ja kein Flugzeug!
Leider nein! Ein handelsüblicher Quadrocopter (4 Rotoren) dürfte bei 1,7 Kilogramm Eigengewicht nur in einer Höhe von ca. 4,5 m betrieben werden. Grund hierfür sind die komplexen Regelungen im österreichischen Luftfahrtgesetz (LFG). Steigt die Drohne höher, so kann sie über 79 Joule bei einem Aufprall nach Absturz entwickeln. Rechtlich gilt sie damit nicht mehr als harmloses “Spielzeug”, womit sie zugleich unter das österreichische Luftfahrtgesetz fällt! Ein Umstand der für Drohnen eigene Luftfahrzeug-Haftpflichtversicherungen vorschreibt. Schließlich stellt ein Unfall mit etwaigen Personenschäden ein absolutes Existenzrisiko dar. Und das nicht nur für den Verursacher, sondern auch für den/die Geschädigte/n. Denn was würden Sie dazu sagen, wenn Ihnen aus zehn Metern Höhe auch nur ein 250 Gramm schwerer Joghurtbecher auf den Kopf fällt?

■   Wir fliegen ja nur im eigenen Garten, das geht doch die Behörde nichts an!
Achtung, mit einer Flugdrohne bewegen Sie sich auch über eigenem Grund relativ schnell im Luftfahrtgesetz. Laut diesem sind auch reine Modellflüge (§ 24c LFG) in besiedeltem Gebiet strengstens untersagt. Generell gelten Flüge über bebautem Terrain als bewilligungspflichtig und werden von der Austro Control nur für höherwertige Fluggeräte (z. B. für voll redundante Octocopter mit 8 Rotoren) freigegeben. Diese sind im Vergleich zu handelsüblichen Quadrocoptern im Flug stabiler, wobei der Ausfall eines einzelnen Rotors nicht automatisch zum Absturz führt.

■   Kann ich mit einem Quadrocopter gewerbliche Luftbilder erstellen?
Das Problem hierbei besteht vor allem für den Einsatz im besiedelten Gebiet. Denn für diesen bräuchte man eben zumindest eine sogenannte C III bzw. C IV Bewilligung seitens der Austro Control. Drohnen, die den für diese Gebiete gestellten Redundanzanforderungen enstprechen sind aber erst in höheren Preisklassen zu haben. Da Quadrocopter aber schon bei Ausfall nur eines Propellers ihren Auftrieb verlieren, schieden handelsübliche vier-rotorige Systeme für diese Kategorie aus. Welche Drohne man für kommerzielle Luftbilder in Betracht zieht, sei also gut überlegt und bedarf umfassender Recherche.

Mini Drohnen als Alternative:
Bis aber die Anschaffung einer professionellen Kameradrohne angedacht wird könnten sogenannte Mini Drohnen hier eine Überlegung wert sein. Denn mit Ihrem leichten Startgewicht fallen diese erst ab einer Flughöhe von ca. 25 Metern (bei 300 Gramm) unter das österreichsche Luftfahrtgesetz. Bleibt man darunter, so werden Mini Drohnen noch als sogenannte „unbemannte Geräte“ behandelt. Wer sich an die gesetzlichen Bestimmungen hält und nichts und niemanden mit seiner Mini Drohne gefährdet, kann diese sogar für den gewerblichen Einsatz starten. Mini Quadrocopter leisten deshalb schon einen wertvollen Beitrag bei Baustellen-Dokumentationen, Immobilienaufnahmen, etc. – auch im besiedelten Gebiet. Die Anschaffungskosten sind relativ gering und auch das Gefährdungspotential für Personen hält sich in Grenzen. Zudem wird auch die Kameratechnik bei Mini Drohnen laufend besser. Wie man aber Mini Drohnen richtig versichert, das erfahren Sie auf unserer Webseite.
Weitere Informationen zu Drohnen Versicherungen (Haftpflicht, Kasko, Rechtsschutz), zur Drohnenbewilligung der Austro Control sowie zu den gesetzlichen Regelungen in Österreich finden Sie auf: www.airandmore.at.

Fortsetzung folgt ...