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was ist das...

Mag. Alexander Meixner | 09. Mai 2019 | Wirtschaft & Steuern

was ist das...

Familienbonus PLUS  

Ein Plus für Familien 
Familien leisten meist einen doppelten Beitrag: Sie zahlen Steuern und sichern durch Kindererziehung die Zukunft unseres Landes. Genau das soll nun mit Hilfe des Familienbonus Plus honoriert werden: Ab 2019 werden Menschen durch Einführung des Familienbonus PLUS entlastet, die arbeiten und Kinder haben. Im Gegenzug werden der Kinderfreibetrag und die Abzugsfähigkeit der Kinderbetreuungskosten gestrichen.  

Steuerabsetzbetrag 
Der Familienbonus Plus ist ein Steuerabsetzbetrag. Durch ihn wird Ihre Steuerlast direkt reduziert, nämlich um bis zu € 1.500 pro Kind und Jahr. Steuerpflichtige erhalten den Absetzbetrag, so lange für das Kind Familienbeihilfe bezogen wird. Nach dem 18. Geburtstag des Kindes steht ein reduzierter Familienbonus Plus in der Höhe von € 500 Euro jährlich zu, wenn Sie für dieses Kind weiterhin Familienbeihilfe beziehen.  

Kindermehrbetrag 
Geringverdienende Alleinerziehende bzw. Alleinverdienende, die keine oder eine geringe Steuer bezahlen, erhalten künftig einen so genannten Kindermehrbetrag in Höhe von maximal € 250 pro Kind und Jahr. Ergibt sich eine Einkommensteuer von unter € 250 und steht der Alleinverdiener- oder der Alleinerzieherabsetzbetrag zu, dann ist die Differenz zwischen der Steuer und € 250 als Kindermehrbetrag zu erstatten.  

Der Weg zum Familienbonus PLUS 
Der Familienbonus PLUS kann entweder laufend seitens des Dienstgebers berücksichtigt werden. Dazu ist die Abgabe des Formulars E 30 in der Lohnverrechnung notwendig. Oder am Ende des Jahres im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung bzw. Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden.  

Aufteilung 
(Ehe-)Partner und getrennt lebende Eltern[1] können den Familienbonus Plus untereinander aufteilen. Entweder eine Person beansprucht den Familienbonus Plus in voller Höhe (€ 1.500 bzw. € 500) oder der Betrag wird zwischen den Eltern aufgeteilt (€ 750/€ 750 Euro bzw. € 250/€ 250).  

Die wahlweise Aufteilung kann für jedes Kind individuell in Anspruch genommen werden. Daher können beispielsweise Mutter und Vater für das erste Kind jeweils die Hälfte beantragen, während für das zweite Kind der gesamte Familienbonus Plus vom Vater beantragt wird.  

Idealerweise sollte, wenn ein Elternteil weniger als € 1.700 brutto verdient, der Elternteil mit dem höheren Einkommen den Familienbonus beantragen, da er auch mehr Steuern zahlt und den Familienbonus voll ausschöpfen kann.  

Wenn der Familienbonus Plus in einem insgesamt zu hohen Ausmaß beansprucht wird, kommt es zu einer verpflichtenden 50:50-Aufteilung.

 

[1] Für Kinder von getrenntlebenden Eltern ist für die Veranlagungsjahre 2019 bis 2021 eine weitere Aufteilungsmöglichkeit vorgesehen. Diese Aufteilungsvariante kann nur in jenen Ausnahmefällen getrenntlebender Eltern zum Einsatz kommen, in denen ein Elternteil überwiegend für die Kinderbetreuungskosten aufkommt und mindestens € 1.000 pro Jahr an Kinderbetreuungskosten für dieses Kind leistet. Der Elternteil, der diese Voraussetzungen erfüllt, kann, sofern das Kind das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, 90 Prozent des zustehenden Familienbonus Plus in Anspruch nehmen. Dies entspricht einer Aufteilung im Verhältnis € 1.350 zu € 150.