29. März 2016

Versicherungsmakler forcieren Nachwuchs


ÖVM mit attraktiven Ausbildungsangeboten für Frauen und Jungmakler.

 - Immer weniger junge Menschen entscheiden sich für den Beruf des Versicherungsmaklers oder Vermögensberaters. Gerade einmal fünf Prozent aller heimischen Makler sind 30 Jahre oder jünger. Damit sich das Blatt wieder wendet, hat der Österreichische Versicherungsmaklerring (ÖVM) sein Ausbildungsprogramm für ambitionierte Berufseinsteiger auf neue Beine gestellt. Vor allem Frauen und Jungmakler sollen gefördert werden.

Ziel ist es, jungen Menschen die Vorzüge des Maklerberufs näherzubringen und ihnen beim Einstieg in die Beratung tatkräftig unter die Arme zu greifen. "Mit unserer Jungmakler-Förderung bieten wir dem Nachwuchs Top-Seminare, die Verbandsmitgliedschaft sowie den Zutritt zu Top-Veranstaltungen und Berater-Netzwerken zu äußerst günstigen Konditionen", erklärt ÖVM-Präsident Alexander Punzl.

Mit dem "Jungmakler-Starterpaket" sollen Interessenten gewonnen werden, die ein Studium absolviert oder aus unterschiedlichen Gründen abgebrochen haben. Aber auch Mitarbeiter/innen von etablierten Maklerbüros oder Vermögensberatungskanzleien mit Karriereabsichten sollen besser adressiert werden. Dass auch der Frauenanteil steigt, ist bereits an den letzten Ausbildungsjahrgängen absehbar. Mehr als die Hälfte der Absolventen in der Fachgrundausbildung sind weiblich. Diese Quote soll weiter gefördert werden.

Einsteigern zur Seite stehen

Laut der vom Österreichischen Versicherungsmaklerring (ÖVM) in Auftrag gegebenen AAA-Studie des Marktforschungsunternehmens wissma wissma.at ist nur noch jeder fünfte Makler 40 Jahre und jünger. Vor vier Jahren war es noch jeder Dritte. Im selben Zeitraum ist der Anteil der Makler, die seit weniger als 15 Jahren im Geschäft sind, von 73 auf 61 Prozent gesunken. Der Frauenanteil in der Maklerschaft liegt derzeit bei nur zehn Prozent. Befragt wurden rund 500 heimische Versicherungsmakler. Mit dem Assekuranz Award Austria (AAA) zeichnen ÖVM und wissma regelmäßig die jeweils besten Versicherungen in den einzelnen Sparten aus. 

Die Zahlen zeigen auf, dass der Anteil an jungen Versicherungsmaklern kontinuierlich zurückgeht. "Wir wollen dieser demografischen Entwicklung mit Information, Beratung und attraktiven Schulungsangeboten entgegenwirken und dadurch auch Einsteiger mit geringer Erfahrung ermutigen und ihnen bei ihren ersten Schritten zur Seite stehen", unterstreicht Punzl.

Ruf nach mehr Frauen

Der ÖVM organisiert im Rahmen seiner Versicherungsmaklerakademie ein breites Aus- und Weiterbildungsangebot, darunter eine Fachgrundausbildung, zahlreiche Spezialseminare und Workshops. Das vermittelte Fachwissen orientiert sich an den Erwartungen der Kunden, wird ständig auf die Bedürfnisse der Versicherungswirtschaft abgestimmt und deckt jedes Thema kompetent ab. Das umfassende Schulungsprogramm richtet sich an Fortgeschrittene und Experten ebenso wie an Jungmakler/innen. 

"Mit unseren Angeboten möchten wir vor allem Frauen auf den Geschmack bringen und den Anteil der Maklerinnen kontinuierlich steigern. Soziale Intelligenz und Einfühlungsvermögen sind Eigenschaften, die insbesondere in der Kundenberatung von großer Bedeutung sind", erklärt Punzl. Insgesamt strebt der ÖVM eine deutlich stärkere Diversifizierung der Maklerlandschaft und eine flächendeckend gute regionale Verbreitung von Maklerbüros an.

Betriebsübergabe professionell planen

Während Junge und Frauen unterrepräsentiert sind, ist beinahe jeder zweite Makler bereits über 50 Jahre. Der Anteil von 40 plus ist in den vergangenen vier Jahren von 68 auf 78 Prozent angestiegen. Vier von zehn Maklern sind mittlerweile über 15 Jahre im Geschäft. Die zunehmende Überalterung der Maklerschaft gilt es zu bekämpfen. "Angesichts dieser Zahlen ist es essentiell, anstehende Betriebsübergaben professionell zu planen und den reibungslosen Generationswechsel sicherzustellen", sagt ÖVM-Vize Alexander Meixner. 

Laut Wirtschaftskammer stehen in den nächsten drei Jahren 25 Prozent der Unternehmen in Österreich zur Übergabe an. Der ÖVM hat das Heft bereits in die Hand genommen. "Mit unserer landesweiten Kampagne 'Follow me!' follow-me.cc wollen wir das Bewusstsein schärfen und einen wertvollen und aktiven Beitrag zur Bewusstseinsbildung leisten. Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass sich Makler auf den Generationswechsel vorbereiten und Kunden auch weiterhin auf eine ausgewogene Beratung verlassen können." 

Der Branchenverband möchte anspruchsvolle Kunden weiterhin in sicheren und objektiven Händen wissen. "Würden etwa Versicherer direkt mit Kunden von pensionierten Maklern ins Geschäft kommen, würde das die Produktauswahl und in weiterer Folge auch die Beratungsqualität auf Kosten der Versicherten spürbar einschränken. Das wollen wir verhindern", stellt Meixner klar.

Boxenstopp vor der Zielgeraden

Der ÖVM hat zu diesem Zweck auch eine eigene Nachfolgebörse ins Leben gerufen. Auf der Matching-Plattform von "Follow me!" können sich verkaufswillige Altmakler und Kaufinteressenten wechselseitig "beschnuppern". Auftakt der Kampagne war eine Veranstaltung im vergangenen Herbst in Wien, ihre Fortsetzung findet sie nun auf dem ÖVM-Forum im Linzer Designcenter am 13. und 14. April. oevm-forum.at Die zehnte Auflage des ÖVM-Forums wartet mit einer Boxengasse auf, in der Unternehmensberater, Steuerexperten, IT-Profis und potenzielle Käufer ihre Vorschläge auf den Tisch legen. 

Altmakler können hier noch einen letzten Boxenstopp vor dem Ruhestand einlegen, den Reifendruck kontrollieren und einen Ölwechsel vornehmen. "Wichtig ist, dass man nicht zu spät mit der Übergabeplanung beginnt, am besten einige Jahre im Voraus", gibt Meixner zu bedenken. Die heimischen Makler profitieren dabei vom weitverzweigten ÖVM-Netzwerk und dem damit verbundenen Know-how. Information, Beratung und Erfahrungsaustausch stehen in Linz im Vordergrund.


Ansprechpartner

Christine Weiländer
Unternehmenssprecherin
Österreichischer Versicherungsmaklerring und Verband der Risk-Manager und Versicherungs-Treuhänder
Gottfried-Alber-Gasse 5
1140 Wien
Tel. +43 1416 93 33 13
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Ulrike Menger
Unternehmenssprecherin-Stellvertretung
Tel. +43 1 416 93 33
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